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Teil 2: Wie ich mein eigenes Phubbing reduzieren kann

Im ersten Teil der Serie “Wie gehe ich am besten mit Phubbing um” haben wir uns darauf fokussiert, wie wir reagieren sollten, wenn unser Gegenüber das Handy zückt.
Heute wollen wir die Kehrseite betrachten: Wie bekomme ich mein eigenes Phubbing in den Griff?

“Ich mach das eigentlich nie…”
Hast du dir genau das gerade gedacht? Es haben schon viele probiert mir das zu verkaufen – irgendwann kam dann doch meistens das Grinsen im Gesicht meines Gesprächspartners und das gelegentliche, aktive Phubbing wurde zugegeben.
Ob du eher selten, eher häufig oder gar täglich phubbst ist für das Folgende nicht wichtig. Es geht nicht darum den Finger zu heben und zu schimpfen. Im Gegenteil: Ich bin wahrscheinlich noch viel schlimmer – gewesen!
Denn ich habe in Gesprächen mit vielen von euch Tipps & Tricks gelernt und wende sie mittlerweile in meinem Privatleben an.
Diese möchte ich jetzt in 4 Schritten mit dir teilen!

 

Schritt 1: Entferne die Versuchung!
Aus dem Auge – aus dem Sinn. So simpel dieser erste Tipp klingt, so effektiv ist er. Leg dein Handy während des Essens, des Dates oder des Meetings beiseite – dafür bietet sich an, dass du dein Handy in einem anderen Raum legst, oder einfach deine TelefonZelle benutzt. Falls du eine wichtige Nachricht, E-Mail oder einen Anruf erwartest, dann erkläre es deinem Gesprächspartner vorher! Allein diese Aussage hilft schon sehr, das negative Empfinden des Phubbings zu verhindern.


Schritt 2: Stehe dir die Ablenkung ein.
Was noch viel schlimmer als das offensichtliche Phubbing ist, ist das heimliche phubben unter dem Tisch. Glaubst du wirklich, dein Gegenüber sieht das nicht?
Sei einfach ehrlich: “Entschuldige, aber ich muss kurz Tim antworten.”
Sobald du das erledigt hast, leg dein Handy wieder zur Seite. Damit vermittelst du deiner Gesprächspartnerin, dass du sie respektierst und weißt, dass es eigentlich nicht zum guten Ton gehört, das Handy zu benutzen. Du zeigst durch ein solches Bescheid sagen, dass dir deine “echte” Freundin, die dir gegenüber sitzt, wichtiger ist als das Handy. Manchmal sind Nachrichten zwischendurch jedoch wirklich wichtig – dafür hat jeder Verständnis!

Schritt 3: Sei anwesend – körperlich und geistig!
Kennst du dieses Kribbeln, das entsteht wenn du ein richtig super Bild aufnimmst und gar nicht darauf warten kannst, es direkt bei Instagram hochzuladen? Glaub mir eins: Es gibt nichts langweiligeres, als darauf zu warten, für welchen Filter du dich dieses Mal entscheidest.
Snapchat pflegen zwischendurch? Kein Problem – aber belass es ruhig bei 1,2 Snap pro Abend.
Das Wichtigste an diesem Schritt: Erschaffe eine echte Erinnerung mit deinen Freunden – einen Moment des Glücks! Verbringe eine intensive Zeit mit den Leuten, die um dich herum sind – nicht mit deinen online Followern.

Schritt 4: Lass dich einfach von deinem Handy erinnern!
Das ist sozusagen der “Profi-Tipp” eines Ex-Handysüchtigen – mir!
Mir hilft es enorm, wenn ich auf mein Handy schaue und dabei direkt erinnert werde, dass das echte Leben zählt. Eine einfache Nachricht wie “Fokus” als Passwort, eine Handyhülle mit einem prägnanten Spruch oder ein Wallpaper können Wunder bewirken.
Wir sind aktuell bereits dabei, Designs für Handyhüllen zu entwickeln – was wir dir jetzt schon anbieten wollen ist das TelefonZellen Wallpaper! Und zwar kostenlos! Lass´ dich beim Blick aufs Handy daran erinnern, dass Kommunikationskiller weggesperrt gehören.

 

Das Fazit: Sei ehrlich zu dir.
Falls du dich in letzter Zeit von deinen liebsten Menschen distanziert fühlst, betrachte einmal deine täglichen Handy-Gewohnheiten. Phubbing mag ein nicht dramatisch klingendes Wort sein, doch kann sich schlimmer auf unsere Beziehungen auswirken, als uns lieb ist. Erinnere dich daran, das Handy ab und an in die TelefonZelle zu stecken und dich bewusst umzuschauen – du könntest überrascht sein, was du sonst alles verpasst!

 

Letzte Woche schauten wir also, wie wir auf Phubbing des Gegenübers reagieren können – heute betrachteten wir das eigene Phubbing.
Jetzt verrate ich euch, was meine nächste Story sein wird: Ich wage das Selbstexperiment. Eine Woche ohne Handy!
Aktuell bin ich aufgeregt: Wird es sich wie ein Entzug anfühlen? Was werde ich wohl vermissen? Möchte ich danach überhaupt zurück ans Handy?

Das alles werde ich euch das nächste Mal erzählen.
In diesem Sinne – #RuheimKarton!

 

Euer Hannes vom Team TelefonZelle