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Schau mich an, wenn ich mit dir rede! Die Story hinter der Erfindung.

 

“Es genügt nicht, dass zur Sache zu reden, man muss zu den Menschen reden.” (Stanislaw Jerzy Lec)

 

Als ich dieses Zitat, das erste Mal gelesen habe, konnte ich die Kraft dieser Aussage noch gar nicht richtig verstehen.  Es war im Herbst 2016, als ich in der ersten Phase meiner Recherche zum Thema Phubbing steckte, und ich mir noch nicht sicher war, ob Phubbing wirklich ein so spannendes Thema ist, um mich die nächsten Monate damit auseinanderzusetzen. Mittlerweile verstehe ich die Kraft, die in der Aussage steckt und ich möchte euch berichten, wieso.

 

Wer bin Ich?

“Ich”, das ist übrigens Hannes, 23 Jahre jung aus Bremen. Die letzten Jahre verbrachte ich viel im Ausland – freiwillige Arbeit in Südafrika, Studium in England und ein Praktikum bei Airbus in Frankreich. Was passiert mit einem Menschen, der so lange weg von Zuhause wohnt, weg von der Familie und den Freunden? Die wichtigste Erkenntnis, die ich daraus gewonnen habe ist, dass die wirklich wahren Freunde immer für dich da sein werden, ihr immer miteinander lachen werdet und euch genauso verstehen werdet, wie vor deiner Abreise.

 

Das Erwachen

Ich bin mit dem Glück gesegnet, dass meine Freunde und ich uns bei jedem Wiedersehen voll und ganz auf uns konzentrieren können. Doch im Sommer letzten Jahres gab es ein Treffen, welches anders abgelaufen ist. Zwei der anwesenden Freunde haben immer auf ihr Handy geblickt, während wir uns unterhielten. Es fühlte sich falsch an und ich empfand es als sehr unhöflich. Den wirklichen Schock habe ich allerdings erst erlitten, als ich mich in der Bar umgesehen habe. Kein einziger Tisch um uns herum verhielt sich anders. Was ist denn gerade so wichtig? Habe ich etwas verpasst?” Diese Fragen haben mich die nächsten Tage beschäftigt. Dabei habe ich herausgefunden, dass dieses Verhalten schon einen Namen hat -Phubbing-. Seit dem besagten Abend war mir klar:

 

“In meiner Gegenwart wird nicht mehr gephubbt!”

 

 Versteht mich nicht falsch; Smartphones sind ein Segen unserer Zeit. Es ist ein großer Gewinn für uns alle, dass wir von einem Ende der Welt zum Anderen sprechen können und uns sofort verstehen. Das hat mir durch eine Phase der Fernbeziehung geholfen und um es auf den Punkt zu bringen, es erleichtert uns allen das Leben enorm. Vieles werden Nachrichtendienste wie Whatsapp, Skype oder der Facebook Messenger jedoch nie schaffen:

 

“Ein Emoji wird mir nie die Ehrlichkeit im Lächeln meiner Freunde zeigen. Einen tiefen und verliebten Blick der Freundin, wird uns kein Foto vermitteln, die Umarmung, die ich brauche, wenn ich etwas trauriges erzähle, wird mir keine Audio-Nachricht schenken und die Freude über die Anwesenheit der Freunde, kann kein Skype-Raum dieser Welt aufbauen.”

 

Der Beginn der TelefonZelle

Als ich das realisiert habe, begann ich die Bachelor-Arbeit zu schreiben und vertiefte mich immer weiter in die Welt der offenen und direkten Kommunikation. Das Resultat daraus ist die TelefonZelle und eine klare Mission: Echte Kommunikation zu fördern! Das heißt keineswegs, dass ich Smartphones verbieten möchte – ich möchte nur ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es in vielen Situationen einfach schöner ist, den Moment zu genießen, sich auf seine Freunde zu konzentrieren und das Handy einfach mal wegzupacken. Wie viele Möglichkeiten von wundervollen Momenten haben wir wohl schon verpasst, weil wir aufs Handy gestarrt haben, anstatt die Welt um uns herum wahrzunehmen? Zwei, Drei, oder vielleicht mehr? Hätten wir vielleicht schon die eine Person kennengelernt, die unser Leben von heute auf morgen auf den Kopf stellt?  Wir werden es nie erfahren – aber eines ist für mich klar: 

 

“Es genügt nicht, dass zur Sache zu reden, man muss zu den Menschen reden.”

 

 

Viele Grüße

Hannes vom TelefonZellen Team